ULRIKE OTTINGER Archivübergabe & Filmgespräch

»Die Realität ist eine Konstruktion, manchmal eine Illusion«  
Filmgespräch mit Ulrike Ottinger 

Freitag, 20.1.23, 18:30 Uhr

Moderation: Dr. Rüdiger Zill, Einstein Forum und Kristina Jaspers, Deutsche Kinemathek

Mit Filmeinspielungen

Deutsche Kinemathek 
Veranstaltungsraum, 4. OG
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin

Ulrike Ottinger übergibt ihr Archiv an die Akademie der Künste und Deutsche Kinemathek

Pressemitteilung AdK und SDK

Die Autorenfilmerin, Fotografin, Malerin, Theaterregisseurin und Kuratorin Ulrike Ottinger übergibt ihr umfangreiches künstlerisches Archiv sukzessive an die Akademie der Künste und Stiftung Deutsche Kinemathek. Seit vielen Jahren ist sie mit beiden Institutionen eng verbunden, seit 1997 Mitglied der Akademie der Künste. Die Objekte zu ihrem filmischen Werk gehen an die Stiftung Deutsche Kinemathek, die Akademie der Künste erhält die Objekte zu ihrem theatralen und bildkünstlerischen Werk sowie zu ihren kuratorischen Arbeiten.

Das Ulrike-Ottinger-Archiv umfasst zahlreiche prächtig ausgestattete Dreh- und Arbeitsbücher, Produktionsunterlagen, Werk- und Szenenfotos, Werbe- und Pressematerial sowie Kritiken zu allen Filmen, Opern- wie Theaterinszenierungen und Ausstellungen. Dazu kommen ihre Filme, viele Kostüme und Filmrequisiten sowie über 30.000 Dias und 150.000 Fotos, die sich auf ihr vielfältiges Werk beziehen. Außerdem sind umfängliche Korrespondenzen sowie biografisches Material enthalten. In einem ersten Schritt werden ihre Fotografien zugänglich gemacht.

Ulrike Ottinger, 1942 in Konstanz geboren, arbeitete von 1962 bis 1969 als freie Künstlerin in Paris. Über die bildende Kunst kam sie in den frühen 1970er-Jahren zum Filmemachen. Nach ihrer Rückkehr in die Bundesrepublik gründete sie 1969 in Konstanz den filmclub visuell und eröffnete die Galerie und Edition galeriepress. 1971-73 drehte sie ihren ersten Film ›Laokoon und Söhne‹. 1973 zog Ulrike Ottinger nach Berlin, wo sie weitere Spielfilme realisierte. Ab 1979 schuf sie ihre Berlin-Trilogie, bestehend aus ›Bildnis einer Trinkerin‹ (1979), ›Freak Orlando‹ (1981) und ›Dorian Gray im Spiegel der Boulevardpresse‹ (1984).

Neben den Spielfilmen widmet sich Ulrike Ottinger auch dokumentarischen Filmprojekten wie 
u. a. ›China. Die Künste – Der Alltag‹ (1985), ›Taiga. Eine Reise ins nördliche Land der Mongolen‹ (1092),  ›Exil Shanghai‹ (1997), ›Südostpassage‹ (2002), ›Chamissos Schatten‹ (2016) und zuletzt ›Paris Calligrammes‹ (2020).

Zudem arbeitet Ulrike Ottinger für Theater und Oper. Sie inszenierte u. a. am Berliner Ensemble, Staatstheater Stuttgart, Haus der Berliner Festspiele und für den Steirischen Herbst in Graz. Ottinger entwirft sämtliche Bühnenbilder ihrer Stücke selbst. Mit ihren fotografischen und filmischen Arbeiten ist sie an großen Kunstausstellungen wie der Biennale di Venezia, der documenta und der Berlin Biennale beteiligt und hatte zahlreiche Einzelausstellungen in Museen und Galerien weltweit.

Ein Verzeichnis ihrer zahlreichen Filme, Ausstellungen und Auszeichnungen ist unter www.ulrikeottinger.com veröffentlicht.

Aus Anlass der Sammlungsübergabe findet am Freitag, den 20. Januar 2023 um 18:30  in der Deutschen Kinemathek ein Filmgespräch mit Ulrike Ottinger statt, gemeinsam von der Deutschen Kinemathek und dem Einstein Forum veranstaltet.

Zu Beginn der Veranstaltung findet eine symbolische Archivübernahme durch die Stiftung Deutsche Kinemathek, Dr. Rainer Rother, Künstlerischer Direktor und Akademie der Künste, Werner Heegewaldt, Direktor des Archivs, statt. Anschließend Filmgespräch mit Ulrike Ottinger 

Falls Sie am 20. Januar nicht in Berlin sein sollten, besteht wieder die Möglichkeit, der Tagung per Zoom zu folgen. Großen Dank dafür an das Einstein-Forum. Anmelden können Sie sich hier:


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