In seiner nunmehr dritten Einzelausstellung in unserer Galerie zeigt Daniel Richter neue großformatige Arbeiten.

Der 1962 geborenen Künstler und diesjährige Otto-Dix-Preisträger schreitet unermüdlich fort in seinem Projekt einer nicht-erzählenden, non-referentiellen Malerei, die auf nichts als auf sich selbst und ihre Geschichte verweist mit dem Ziel eines "zu sich gekommenen Bildes, in dem alle Möglichkeiten aufgerufen sind" (Richter).

Dabei bedient sich Richter "nicht nur im originalen Bildervorrat der Kunstgeschichte..., er greift ein in die überbordenden Warenlager unserer vollmedialsierten schönen neuen Welt..., der Welt der Massenmedien und Computersysteme...doch nicht genug: Richter erklärt nicht nur die Totalität des Visuellen freudig zum Ready-Made, sondern zugleich auch dessen Negation, die Störungen und Ausfälle der Technik, das Scheitern des Visuellen , das seine eigenen Bilder konstruiert, vermutlich die letzten originären, die die Gegenwart zu bieten hat" (Ulrike Rüdiger).

Daniel Richter nimmt die Freiheit der Abstraktion als Herausforderung an und stellt sich der Unendlichkeit von Möglichkeiten, die die Welt der Formen und Farben, ob "rein" oder als Zitat, eröffnet. Getreu seiner Devise "Malen ist Denken" setzt und nutzt Daniel Richter dabei seine eigene Grammatik, mit welcher er das von ihm aufgestellte Vokabular an Zeichen, Farben, Gestalten, Flächen in neue Formen bringt. Durch diese Methode stellen sich die Bilder als die "Beweise ihrer eigenen Wette auf - und sind insofern eine Antwort, nach der niemand gefragt hat." (Roberto Ohrt)