Contemporary Fine Arts freut sich, ihre erste Ausstellung von Peter Böhnisch mit dem Titel „Kanisfluh“ bekannt zu geben.

 

Der 1977 in Waiblingen geborene Künstler studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Anselm Reyle und Andreas Slominski.

 

Zunächst war die Zeichnung das von Böhnisch favorisierte Medium, da sie ein spontanes und schnelles Festhalten der inneren Bilder, die aus dem Moment heraus ohne rationale Überlegungen entstehen, begünstigt. Als Bildträger dient dem Künstler dabei nicht nur Papier, sondern auch Karton, Holz oder gefundene Buchseiten. Seit Kurzem hat sich Peter Böhnisch verstärkt der Leinwand zugewandt und bedient sich bei deren Bearbeitung weiterhin unterschiedlichster Medien wie Tempera, Wachsmalkreide, Pastell- und Acrylfarben, die er an manchen Stellen in mehreren Schichten und Strukturierungen appliziert. Charakteristisch für Böhnischs Technik ist nicht nur ein zartes Auftragen der Farben wie in den Zeichnungen, sondern ebenso eine kräftige Modellierung und Formung des flachen Untergrunds zu einem bewegten, plastischen Relief. Die Motive sind mal ganz einfach, dann wird man durch viele Schichten und Überlagerungen zur Entdeckungsreise eingeladen.
 

In seinen Arbeiten haben der Mensch und dessen Suche nach seinem eigenen Wesensgrund einen hohen Stellenwert. Eigenwillig formuliert Böhnisch vielschichtige Bilder, die den Menschen in seiner Umwelt und in außergewöhnlichen Situationen zeigen. Oft stehen die Figur und der sie umgebende Raum in engem Kontakt oder gehen ineinander über.
 

Wir sehen Augenblicke des Sich-Wunderns, der Bewegung, des Träumens und Erwachens, ebenso wie solche der Konfrontation mit Unbekanntem, die der Künstler in einer schwer und gleichzeitig leicht zugänglichen Bildsprache wiedergibt. Oft scheinen die Figuren eine innere Suche nach etwas heiligem im Menschen darzustellen. Dabei tauchen Bilder und Erinnerungen aus unterschiedlichen Kulturen auf. Die vielgestaltigen Formen und Formate sprechen dabei mit großer Offenheit, in der immer auch eine Spur Witz und Ironie zu finden ist.

 

Zu der Ausstellung erscheint ein Katalog.

 

Weitere Werke von Peter Böhnisch sind derzeit in der Ausstellung „Captain Pamphile“ in der Sammlung Falckenberg in Hamburg zu sehen.



Contemporary Fine Arts is pleased to announce its first exhibition by Peter Böhnisch entitled “Kanisfluh”.

 

Peter Böhnisch, who was born in 1977 in Waiblingen, studied at Staatliche Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe with Anselm Reyle and Andreas Slominski.

 

Initially, Böhnisch’s preferred medium was drawing because it favours a spontaneous and quick capture of the interior images that emerge from the moment, without any rational thinking. As support, he uses not just paper, but also cardboard, wood, or found book pages. Recently, Böhnisch has turned more to the canvas, and here, too, he uses a wide range of materials, such as tempera, wax crayons, pastels, and acrylic paints, which he applies in some places in several layers and textures. Characteristic for his technique is not just that he applies colours delicately, but he also models and shapes the underground into an animated relief.

 

There are moments of wondering, of movement, dreaming and awakening as well as moments of confrontation with the unknown which the artist reflects in an easily but at the same time elusively accessible pictorial language. The figures often seem to show an inner search for something holy in the human being. Thereby, pictures and memories of different cultures arise. The polymorphic forms and formats are conveyed with an openness in which there is also always a streak of wit and irony.

 

The exhibition is accompanied by a catalogue.

 

Further works by Peter Böhnisch are currently on view in the exhibition “Captain Pamphile” at Sammlung Falckenberg in Hamburg.